Immobilien in Potsdam bei Investoren beliebt

Immobilien in Potsdam bei Investoren beliebt

Potsdam – Die Landeshauptstadt Brandenburgs bleibt für Immobilieninvestoren ein gutes Pflaster. So jedenfalls das Fazit des Risiko-Rendite-Rankings 2018 für Ostdeutschland des bundesweit aktiven Immobilienvermarkters Dr. Lübke & Kelber. Dafür wurden 18 Städte analysiert. In der Summe landete Potsdam als risikoärmster Standort auf dem ersten Platz.

 

Neben Potsdam gehören Berlin, Leipzig, Dresden und Jena zu den risikoärmsten Städten für Immobilieninvestments im Osten. Sogar im bundesweiten Vergleich von 111 Städten landete Potsdam auf dem zweiten Platz nach München. Für das Ranking wurden Daten zum Bevölkerungswachstum, zur sozioökonomischen Entwicklung, dem Wohnungsmarkt sowie zu den aktuellen Miet- und Kaufpreisen für Wohnraum einbezogen.

Hohe Nachfrage nach Wohnraum

Besonders gut schneidet Potsdam sowohl bei der Bevölkerungsentwicklung als auch bei der Prognose des Bevölkerungswachstum und der Haushaltsanzahl ab. Daraus leiten die Analysten eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnraum ab. Auch die niedrige Arbeitslosigkeit, die wachsende Anzahl an Beschäftigten und eine niedrige Schuldnerquote sprechen demzufolge für ein niedriges Risiko für Investoren. Zusammen mit Jena und Erfurt zählt Potsdam zu den Städten im Osten, in denen pro Kopf mehr erwirtschaftet wird als im Bundesdurchschnitt. Außerdem ist die Leerstandsquote in Potsdam gemeinsam mit Berlin und Jena am niedrigsten.

Die Preise steigen

Was Investoren freut, dürften Mieter für eine weniger gute Nachricht halten. Denn all diese Faktoren begünstigen steigende Preise. So landet Potsdam bei Neuvermietungen in guten Wohnlagen im Durchschnitt mit 9,96 Euro pro Quadratmeter im Bestand und bei 11,50 Euro pro Quadratmeter im Neubau auf dem zweiten Platz nach Berlin.

Das gleich Bild zeigt sich bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen in guten Lagen: 3625 Euro kostet der Quadratmeter im Durchschnitt in Potsdam im Bestand, 4902 Euro in Neubauten. Jeweils Platz zwei nach Berlin. Allerdings führen die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Kaufpreise dazu, dass in Berlin und Potsdam die finanzielle Belastung bei Eigentumserwerb im Durchschnitt um jeweils elf beziehungsweise zehn Prozent höher als bei Anmietung. Das heißt, der Kauf ist zwar nicht riskant, aber auch nicht lohnenswert.

Keine Angst vor der Immobilienblase

Die Gefahr einer Immobilienblase sieht man bei Dr. Lübke & Kelber nicht. Die Preisentwicklung sei eindeutig nachfragegetrieben und nicht spekulativ, sagte die Berliner Niederlassungsleiterin Brigitta Mühlhans den PNN.

erschienen im Tagesspiegel PNN am 04.12.2018 von Marco Zschieck